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Ratgeber

Gehalt im Friseursalon: Grundlohn, Provision, Trinkgeld

Woraus sich das Einkommen im Salon zusammensetzt und was du vergleichen solltest.

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Der Grundlohn

Die Basis ist der vereinbarte Stunden- oder Monatslohn. Er darf den gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 Euro je Stunde nicht unterschreiten, ab dem 1. Januar 2027 sind es 14,60 Euro. Ob darüber hinaus ein Tarifvertrag gilt, hängt davon ab, ob der Salon tarifgebunden ist. Frag direkt danach.

Typische Gehälter für häufige Stellen:

35.000–45.000 € brutto/Jahr
Friseurmeister / Friseurmeisterin (m/w/d), Arbeitsagentur, Goslar und Umgebung
28.000–40.000 € brutto/Jahr
Friseur/in m/w/d oder Friseurmeister/in m/w/d, Trend Hair GmbH Leer, Leer
32.000–42.000 € brutto/Jahr
Salonleitung (m/w/d) bei Super Cut, Klier Hair Group, Wolfsburg

Provision und Umsatzbeteiligung

Manche Salons zahlen zusätzlich eine Beteiligung am Dienstleistungs- oder Verkaufsumsatz. Lass dir erklären, ab welchem Umsatz sie greift, wie der Umsatz gemessen wird und ob die Beteiligung auch im Urlaub und bei Krankheit berücksichtigt wird. Lass dir außerdem schriftlich geben, welcher feste Lohn ohne Provision gilt.

Trinkgeld

Trinkgeld, das Gäste dir freiwillig und zusätzlich zum Preis der Leistung geben, ist nach dem Einkommensteuergesetz steuerfrei. Es zählt nicht zum Lohn des Arbeitgebers. Wie hoch es ausfällt, hängt stark von Lage und Kundschaft ab. Plane deshalb mit dem vertraglichen Lohn, nicht mit Trinkgeld.

Beispielrechnung

Eine einfache Rechnung hilft beim Vergleich: 13,90 Euro je Stunde bei 30 Wochenstunden ergeben rund 1.800 Euro brutto im Monat, gerechnet mit 52 Wochen geteilt durch zwölf. Mit der Anhebung auf 14,60 Euro im Jahr 2027 steigt dieser Mindestbetrag entsprechend. Alles, was ein Salon darüber zahlt, sollte im Vertrag stehen, nicht nur mündlich zugesagt sein.

Salonleitung und Meister

Für Salonleitungen kommen oft feste Zulagen oder eine Beteiligung am Filialergebnis hinzu. Frag, welche Kennzahlen dafür zählen und wie viel du selbst beeinflussen kannst, etwa Personalplanung oder Verkauf. Als Meisterin oder Meister kannst du im Gespräch auf deine Verantwortung für Ausbildung und Qualität verweisen.

Teilzeit gut planen

Bei Teilzeitstellen lohnt es sich, die Verteilung der Stunden genau festzulegen. Zwei lange Tage mit Samstag sind etwas anderes als vier kurze Vormittage. Frag, wie flexibel der Salon bei Änderungen ist und wie kurzfristig Dienste getauscht werden können.

Was du vergleichen solltest

  • Stundenlohn und vertragliche Wochenstunden, bei Teilzeit auch die Verteilung auf Tage
  • Arbeit an Samstagen und späten Abenden
  • Provision: Berechnung, Schwelle, Auszahlung
  • Weiterbildungen, die der Salon bezahlt, etwa Schnitt- oder Farbseminare
  • Aufstieg zur stellvertretenden Leitung oder Salonleitung

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