Die Ausbildung als Grundlage
Friseurin oder Friseur ist ein dreijähriger Ausbildungsberuf im Handwerk. Die Gesellenprüfung besteht aus zwei zeitlich getrennten Teilen. Teil 1 soll in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden und zählt 25 Prozent, Teil 2 am Ende der Ausbildung 75 Prozent. Neben Schneiden, Färben und Frisieren gehören Beratung und Pflege dazu. Zusätzlich legt der Ausbildungsvertrag eine Wahlqualifikation fest: Visagistik, Langhaarfrisuren, Haarersatz oder Coloration. Nach bestandener Prüfung arbeitest du als Gesellin oder Geselle.
Drei Rollen im Salon
| Merkmal | Friseur | Friseurmeister | Salonleitung |
|---|---|---|---|
| Kern | Dienstleistung am Gast | Fachliche Leitung, Ausbildung | Team, Umsatz, Organisation |
| Nachweis | Gesellenprüfung | Meisterprüfung | Meister oder Erfahrung, je nach Betrieb |
| Arbeitsort | Salon, auch Hotel oder Schiff | Salon, eigener Betrieb | Filiale einer Kette oder Einzelsalon |
Friseurmeister tragen die fachliche Verantwortung im Salon und übernehmen oft die Ausbildung. Das Friseurhandwerk ist zulassungspflichtig: Wer einen Salon selbstständig führt, braucht die Eintragung in die Handwerksrolle, in der Regel über die Meisterprüfung. Auf dieser Seite suchen viele Salons ausdrücklich Friseurmeister oder Friseurmeisterinnen, auch in Teilzeit.
Salonart und Arbeitsalltag
Ein Salon in einer Einkaufsstraße ohne Termin arbeitet anders als ein Terminsalon mit Stammkundschaft. Filialketten haben oft feste Abläufe, Preislisten und Schulungsprogramme. Einzelsalons geben dir mehr Freiheit bei Schnitt und Beratung. Frag im Gespräch nach der durchschnittlichen Zahl der Kundinnen und Kunden pro Tag, nach Pausenregelungen und danach, wie Termine verteilt werden.
Körperliche Seite des Berufs
Friseure stehen viel, arbeiten mit Wasser und Chemikalien und halten die Arme oft über Schulterhöhe. Schutzhandschuhe beim Färben und Waschen und Pausen für Rücken und Hände sind wichtig. Frag im Salon nach Stühlen mit Höhenverstellung, nach Handschutz und danach, wie die Termine über den Tag verteilt sind. Diese Punkte entscheiden mit, wie lange du den Beruf gesund ausüben kannst.
Salonleitung bei Ketten
Auf dieser Seite stehen zahlreiche Stellen für Salonleitung und stellvertretende Salonleitung bei Filialunternehmen. Hier zählen neben dem Handwerk Personalplanung, Kassenabschluss, Warenbestellung und Kennzahlen. Ob ein Meistertitel verlangt wird, hängt vom Unternehmen ab. Daneben gibt es Stellen bei Kaufhäusern, auf Kreuzfahrtschiffen und in Hotels sowie Außendienststellen bei Herstellern von Haarpflegeprodukten, die ausgebildete Friseure für die Beratung von Salons suchen.
Wer später selbstständig werden will, sollte früh Erfahrung in Kassenführung und Personalplanung sammeln.